Sorry not Sorry

Klappentext:

**Ein Stiefbruder zum Verlieben**
Als die 17-jährige Tilda von ihrem Vater in die USA zu ihrer Mutter und deren neue Familie geschickt wird, ist sie entsetzt. Zu ihr hat sie genauso wenig ein Verhältnis wie zu Jonathan, dem neuen Mann ihrer Mutter und dessen drei unausstehlichen Kindern. Besonders Tristan, der älteste und dazu auch noch absolut heiße Stiefbruder, geht ihr unter die Haut. Schon ab ihrer ersten Begegnung benimmt er sich einfach unmöglich und treibt Tilda zur Weißglut. Doch je mehr Zeit sie, gezwungenermaßen, miteinander verbringen, desto sicherer ist sich Tilda, dass Tristans Gemeinheiten eigentlich nur eine Fassade sind…

 

 

„Sorry not Sorry“ von Ella Amato ist ein einteiliger Young Adult Liebesroman mit richtig schön trockenem Humor und damit genau mein Beuteschema. Das Buch habe ich auf Netgalley Deutschland entdeckt und konnte einfach nicht dran „vorbeigehen.“

Der Klappentext ist im Gegensatz zum Buch schon fast lustlos und sachlich formuliert. Es zeigt gar nicht den wahren Charme dieser humorvollen Geschichte über Tilda und Tristan. Denn hier werdet ihr öfters Lachen als für einen Liebesroman üblich ist. Zu mindestens wenn ihr auch auf trockene und eigentlich total dämliche Sprüche steht, so wie ich.

 

„Ich war in Bonzistan gelandet. Hier wurden die kleinen Millionärskinder ausgebildet, um später möglichst versnobt und kapitalistisch zu werden!“

- Zitat von Tilda -

 

Ich hatte wirklich Spaß mit Tilda. Sie ist ein sehr zynisches Mädchen und dabei hart aber ehrlich. Sie nimmt definitiv kein Blatt vor dem Mund und versucht lustig dabei zu sein. Dabei ist sie einfach nur stumpf komisch und das hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Ok, meine Devise lautet allerdings auch: Stumpf ist Trumpf!

Ella Amato hat so einen lässig-lockeren Schreibstil, dass man nur so durch die Geschichte fliegt. Ich konnte mich so richtig gut in das Geschehen versetzen, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Die Ich-Perspektive hat mich dann vollends abgeholt und mich von vorherein an sich gebannt.

Die beiden Charaktere Tilda und Tristan haben sich gegenseitig immer wieder gebattlet, dass es einfach nur spannend werden kann. Wenn zwei gleichaufsässige Menschen aufeinander treffen, knistert es in der Luft und damit meine ich nicht unbedingt Liebesknister. Eher mit funkensprühenden Augen und so…

Ich habe immer auf das packende Ende gewartet und schon einige Szenen im Kopf abgespielt, aber da war ich wohl schon zu sehr geblendet von der Geschichte, denn leider war ich vom Schluss enttäuscht. Es ist so viel passiert im Buch und hätte noch passieren können, aber als es kurz vorm Zusammenbruch stand, fiel die Spannungskurve nach unten und der Enttäuschungspegel stieg nach oben.

Die Geschichte steigerte sich im Verlauf immer weiter und kurz vorm Ziel war dann Schicht im Schacht. Es wurde abgehackt, unpersönlich und selbst der Witz fiel endgültig weg. Außerdem fehlte mir das große Happy End mit Gefühl. Die ganze Zeit über hatte ich Herzflattern, aber da wo ich so drauf hingefiebert hatte, war … nichts. Gar nichts… Ich bin so unglaublich traurig. Aber wenigstens war der Schluss tatsächlich kurz und recht schmerzlos, so dass man keinen großen Abbruch am Lesespaß verbuchen muss.

Wer auf schwarzen Humor steht und ein kurzes nicht ganz so schönes Ende verkraften kann, kommt hier alle Male auf seine Kosten. Es ist kein Liebesroman mit großem Herzschmerz und die Zerstörung der einzig wahren Liebe. Aber ein Roman für Leser, die nicht auf kitschige Geschichten abfahren und trotzdem einen Roman zu schätzen wissen.

 

Auch wenn ich vom Ende wirklich nicht überzeugt wurde, waren 90 Prozent des Buches voll meine Kragenweite und somit mache ich nur einen kleinen Abzug für die B-Note und vergebe 4 von 5 Sternen!

 

"Sorry not Sorry" habe ich auf Netgalley Deutschland als Rezensionsexemplar erhalten!

Cover: www.thalia.de

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