Venturia - Juwelen und Verfall

Die 17-jährige Prinzessin Tiana hat keine große Wahl: Sie muss binnen 6 Wochen mit Hilfe von 6 Bällen einen geeigneten Gemahl finden. Doch statt sich auf die Bälle zu freuen, drehen sich ihre Gedanken allein um das merkwürdige Verhalten des Königs.

Was steckt hinter dem geheimnisvollen Land Venturia, über dem der König das Sprechen verboten hat? Wieso ist das Thema Magie ein so angespanntes Thema? Welche Geheimnisse werden vor der Prinzessin verborgen?

Als der erste Ball naht überschlagen sich die Ereignisse und Prinzessin Tiana erkennt langsam die Wahrheit hinter den jahrelangen Lügen…

 

 

Als ich den Klappentext las, habe ich mir eine Dystopie mit kleinem magischem Anteil erhofft. So begann das Buch zunächst auch, bis es leider in einem sehr großen magischen Anteil überging. Da ich ja kein absoluter Fantasy-Liebhaber bin, war mir das alles etwas zu viel des Guten.

Anfänglich spielte alles in einer realen Welt ab und fiel somit direkt in mein Beuteschema. Aber als Prinzessin Tiana dann auf eine (SPOILER) so klischeehafte Hexe stieß, die auch noch um einen großen Kessel tanzte, war ich echt enttäuscht… Es gibt so viele Möglichkeiten Hexen, magische Wesen etc. zu verbildlichen und dann wird ausgerechnet das Bild einer tanzenden Hexe gewählt?! Als ich das gelesen habe, kam das einem Stich in mein Buchherz gleich. Ich fand diese kurze Szene echt grausam. Zum Glück war das eine einmalige Ausnahme.

Venturia und ich haben nicht so wirklich den Draht zueinander gefunden, dabei habe ich mich so auf das Taschenbuch gefreut. Es ist mir teilweise zu trocken und zu wenig gefühlvoll geschrieben worden. Die Geschichte und die Emotionen kamen bei mir nicht richtig an. Dabei ist es schon schwierig mich nicht mitreißen zu können.

Selbst das eigentlich sehr dramatische Ende hat mich fast schon kalt gelassen. Für gewöhnlich hätte ich bei so einem Schluss herzrasen bekommen und vielleicht sogar noch eine Träne verdrückt, aber da war einfach nichts… Null... Nada…

Das hört sich wahrscheinlich an, als wäre das Buch grottenschlecht, aber so ist es nicht. Ich hatte keine Probleme damit das Buch zu Ende zu lesen. „Venturia“ konnte mich nur einfach nicht fesseln und in seinen Bann ziehen. Das ist wirklich sehr schade.

Die Protagonistin hat mich auch etwas zwiegespalten. Zu einem hat Prinzessin Tiana eine unheimliche Anziehungskraft zum Wald und dann wiederum ist sie endlich dort, will sie nur noch weg. Klar liegen noch andere Faktoren mit dabei, aber ihre Reaktionen haben oftmals nicht zusammen gepasst. Auch hat sie in dem einen Moment um eine Person getrauert und im nächsten war diese Person ihr gleichgültig. Da wäre noch viel Potenzial gewesen um Emotionen aufleben zu lassen, leider wurde das nicht genutzt.

Der Titel des Buches „Venturia – Juwelen und Verfall“ ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich richtig gewählt. „Verfall“ kann man noch mit einem geschlossenen Auge verstehen und auch ein wenig nachvollziehen, aber selbst das ist schon grenzwertig. Juwelen passen dahingegen so gar nicht. Ich schätze das soll eine Metapher für den Prunk im Schloss von Bel Aniz sein, aber da Tiana nicht viel damit gemein hat, ist das eher irreführend.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mir den nächsten Band besorgen werde. Ich würde schon gerne wissen wie es weiter geht, da ich auch kein Mensch bin, der eine Reihe einfach so abbrechen kann, allerdings ist Anziehungskraft zu einem Buch was anderes. Wahrscheinlich wird es irgendwann mal ein Lückenfüller werden, denn unbedingt lesen, muss ich es definitiv nicht…

 

Ich habe eigentlich etwas anderes erhofft, aber leider kann ich „Venturia – Juwelen und Verfall“ nur 2 von 5 Sternen geben!

Please reload

Empfohlen

EVA: Herrschaft (Bd. 1)

18.03.2020

1/6
Please reload

Wortwolke
Please reload

Please reload