The Blinds 2 - Spiel nicht nach ihren Regeln

Sie hat es geschafft. Riley ist trotz ihres schwerwiegenden Fauxpas in den Top 20 der Blinds von Free America. Die erste Kandidatin aus den Randbezirken, die so weit gekommen ist.

Doch auch damit ist an Ausruhen nicht zu denken. Sie muss weiter kämpfen und sich selber klar werden, was sie wirklich will und wer sie sein will.

 

 

Wieder Mal geht eine Leserunde bei Lovelybooks.de zu Ende. Auch nach einigen Teilnahmen freue ich mich immer noch wie ein kleines Kind, gewonnen zu haben! Dieses Mal ging es um den zweiten Band der "Blinds"-Dilogie. Schon wieder ist eine Reihe vorbei.

Nochmal kurz zur Erklärung: Was sind die Blinds?

"The Blinds" ist ein Wettbewerb aus New America bei denen alle Bürger mit außergewöhnlichen Geheimnissen und verborgenen Talenten teilnehmen dürfen. Je spannender ein Talent und ein Geheimnis ist, desto weiter kann der Kandidat in den Runden vorrücken.

Riley hat es bisher in die sagenumwobenen TOP 20 geschafft! Doch der Weg dorthin, war sehr beschwerlich. Die Blinds verlangen von einem alles ab. Präsentier dein tiefstes Geheimnis und lass dich zum Sieger krönen! Doch manche Dinge sollten vielleicht einfach geheim bleiben...

Als einzige Kandidatin aus den Randbezirken strahlt ein Scheinwerfer ununterbrochen auf Riley. Alle Bürger der Stadt und auch der Randbezirke schauen auf das so starke und leidgeplagte Mädchen. jeder mit unterschiedlichem Interesse. Während die reichen Bürger fasziniert von ihrem Dasein als armes, verlassenes Kind sind, sehen die Menschen aus den Randbezirken Riley als Symbol der Hoffnung und Rebellion. Ausgerechnet dieses Symbol wirft einen schwarzen Schatten über sie.

Rileys Ziel war immer nur die Blinds zu gewinnen und somit das Leid ihres Bruders an einer Krankheit zu beenden. Doch statt ein aufstrebender Stern zu werden und die Liebe mit Duke zu genießen, reißen Rebellen an ihrer neuen Macht und versuchen sie zu ihrem Zwecke zu missbrauchen. Es beginnt ein sehr dunkler und widerwärtiger Teil, sowohl für Riley als auch für das ganze Buch. Ein Teil, der einem die Nackenhaare aufstehen lässt und wünscht es würde aufhören.

Ich habe Riley als aufopfernd, mitfühlend und stark kennengelernt. Ein 17-jähriges Mädchen mit einem Ziel, doch irgendwie habe ich diese Eigenschaften zum Großteil im zweiten Band vermisst. Sie hat sich stark verändert und nicht im positiven Sinne. Oft ist sie hilflos und verzweifelt. Kommt ohne Hilfe nicht aus ihrem Loch heraus. Außerdem suhlt sie sich im Glanz der Aufmerksamkeit, hat unheimliche Angst alles zu verlieren und damit in ihr altes Leben zurück zu fallen. So eine panische Angst, dass sie kein Symbol der Hoffnung sein will und nichts mit dem Aufleben der Randbezirke zu tun haben möchte. Das ist leider sehr enttäuschend.

Duke hingegen lernt auch die schlechten Seiten des Landes zu verstehen und dagegen aufzubegehren. Eigentlich ist das Rileys Job! Doch den Part als Anführer übernimmt klar Duke. Ein Mann der zum Politiker geboren wurde und in seinem Element für Riley und alle anderen Menschen voll aufgeht.

In "The Blinds 2" passieren viele Dinge hintereinander. Immer geschieht etwas schlimmes, doch trotzdem fehlt mir der entscheidende Moment - der große BOOM! und somit die allumfassende Wendung der Geschichte. Doch es gibt sie nicht. Tatsächlich fängt das positive Ende bereits zur Mitte des Buchs an. Aus diesem Grund habe ich immer noch auf diesen Knall gewartet, aber leider vergebens. Es passierte nichts mehr richtig spannendes, nur noch Lückenfüller, die das Buch gedehnt haben.

Der zweite Band ist nicht schlecht, aber ab Mitte des Buches leider nicht mehr so spannend. Ein Buch ohne heldenhafte Protagonistin, sondern eher ein Angsthase. Angst vor den Aufstand und vor der Verantwortung. Wirklich, wirklich schade...!

 

Deswegen bekommt "The Blinds - Spiel nicht nach ihren Regeln" 2,5 von 5 Sternen!

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