Spiel der Macht

Kestrel muss sich entscheiden: An der Seite ihres Vaters die Armee zu befehligen oder zu heiraten. Doch statt eine Wahl zu treffen, spielt sie lieber an Ihrem Klavier und verbringt ihre Zeit nur mit Musik.

Als sie ohne Grund spontan einen ungehorsamen Sklaven kauft, beginnt die Zeit in der Kestrels Herz nicht mehr nur für die Musik schlägt. Aber ihm umgibt ein Geheimnis, dass sie erneut vor einer schwierigen Wahl stellt: Verrat oder Liebe?

 

 

 

Immer wieder ist mir dieses Buch durch die Finger geglitten, bis ich es endlich gekauft habe. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob es sich wirklich gelohnt hat.

"Spiel der Macht" handelt um Kestrel und dem Sklaven Arin. Sie sind völlig verschieden und doch ähneln sie sich sehr.

Kestrel ist wohl behütet aufgewachsen mit dem Glauben, dass das Herrani Volk keine Ehre hat und nur als Sklaven eine Lebensberechtigung haben. Doch obwohl man ihr das all die Jahre eingetrichtert hat, steht sie nicht voll dahinter. Um einer Bestrafung der Herrani zu umgehen, lässt sie immer wieder kleine Fehlverhalten der Sklaven unter den Tisch kehren.

Sie liebt es, das Spiel Biss und Stich zu spielen. Dort geht es um Strategie und die Verwirrung des Gegners. Man muss wichtige Fähigkeiten beherrschen, die auch in einem Krieg zum Sieg führen könnten. Denn auch wenn man es ihr vielleicht nicht ansieht, ist Kestrel ein strategisches Genie. Sie kann Menschen gut einschätzen und hat somit nicht nur einen Vorteil im Spiel, sondern auch im echten Leben.

Doch Kestrels große Liebe ist das Klavier spielen. Jede freie Minute verbringt sie damit, obwohl sie eigentlich eher die Kampfkunst lernen sollte. Ihr Vater ist der General der valorianischen Armee und will dort seine Tochter einführen. Ihr Wunsch ist es in Freiheit zu leben ohne Krieg oder einer erzwungen Heirat.

Auf einem Sklavenmarkt kauft sie aus einem Reflex heraus den Schmied Arin. Er ist furchtbar stur, ungehorsam und verbirgt ein schreckliches Geheimnis. Aber auch Arin ist ein guter Stratege und der einzige ernstzunehmende Gegner für Kestrel. Sie können sich nicht leiden und sind doch fasziniert von einander. Nur zögerlich lernen sie sich kennen bis das unausweichliche passieren muss und das Spiel der Macht wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt... Entscheide dich für die Liebe oder den Verrat!

"Das Spiel der Macht" bringt mich in einen Zwiespalt. Einerseits mag ich die Geschichte und die Entwicklung zwischen Arin und Kestrel, allerdings reißt mich dieser Schreibstil immer wieder aus meiner Nostalgie.

Das Buch spielt in einer Welt in der eine hochgestochene Sprache wie aus einer alten Epoche gesprochen wird. Das wäre kein Problem, wenn es nur in den Gesprächen so wäre, aber das ganze Buch wurde so geschrieben. Ich persönlich mag das überhaupt nicht.

Dann wird auch noch aus der 3. Person geschrieben und das ist sowieso nicht mein Fall. Darüber könnte man aber hinweg sehen, wenn dieser unschöne Schreibstil nicht wäre. Es fehlt mir dadurch auch einfach die emotionale Tiefe in dem Buch. Gespräche werden einfach abgekürzt in dem sie nur erzählt werden, statt gesprochen. Das hat mir auch gar nicht gefallen.

Außerdem ging die Geschichte anfangs recht schleppend voran. Es passierte einfach nichts, denn Arin und Kestrel sind sich aus dem Weg gegangen. Erst nach und nach kamen sie zueinander. Allerdings hat man auch dabei nicht wirklich die Entwicklung der Gefühle gemerkt. Es fehlte das Knistern zwischen ihnen.

Die Autorin hat sich für einen gelegentlichen Sichtwechsel zwischen hauptsächlich Kestrel und Arin entschieden. Dabei wurde aber nicht erkenntlich gemacht, wer jetzt gerade dran ist. Da hätte ich mir kurz den Namen über den Abschnitt gewünscht um sich von vornherein drauf einstellen zu können.

Auch die Abschnitte waren sehr kurz und es gab viele davon innerhalb eines Kapitels, obwohl es in meinen Augen nicht mal unbedingt einen Grund für einen neuen Abschnitt gab, da die Geschichte ohne Unterbrechung weiter geschrieben wurde.

Ich habe tatsächlich heute mal ein Problem bei der Punktevergabe. Dieses Buch hat so viel Potenzial, das leider verschenkt wurde. Ich mag die Story der Autorin, aber ihren Schreibstil so gar nicht. Wer diesen Stil mag, hat mit dem Buch bestimmt viel Vergnügen. Ich hatte auch meinen Spaß, der aber etwas getrübt wurde. Trotz alledem werde ich auf jeden Fall Band 2 lesen, da ich durch den Cliffhanger wissen muss, wie es zwischen Arin und Kestrel weitergehen wird.

 

"Das Spiel der Macht" bekommt von mir leider nur 2,5 Sterne! Ich hoffe, dass Band 2 mich mehr überzeugen kann. Leider geht es erst wieder im Juni 2019 weiter.

 

*Zusammenarbeit mit audible*

Spiel der Macht könnt ihr euch auch als Hörbuch besorgen. Eine kleine kostenlose Hörprode findet ihr bei audible. Dort könnt ihr euch auch einen kostenlosen Probemonat organisieren, der jederzeit kündbar ist. Schaut doch mal rein, es lohnt sich! ;)

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