Last Haven 2 - Die Liga der Mutigen

Klappentext:

»Willst du wissen, was ich dagegen mache?«, fragt Titus mich atemlos. »Gegen dieses Gefühl. Dass es besser gewesen wäre, ich wäre in dieser Nacht mit den anderen zusammen gestorben.« Stocksteif bleibe ich stehen. Fühle mich auf merkwürdige Art verstanden. »Was?«, krächze ich dann heiser. Ein eigenartiges Glitzern erscheint in Titus’ Augen. »Ich zeig es dir.« Er nimmt mich beim Arm. »Wohin gehen wir?«, frage ich mit mulmigem Gefühl. Aber gleichzeitig ist meine Neugier geweckt.

Aida hat erreicht, wofür sie gekämpft hat: Sie lebt, die Regierung ist gestürzt und die Menschlichkeit hat wieder eine Chance in Last Haven. Doch sie leidet, unter dem Erlebten und ihren eigenen Taten. Aida sehnt sich nach einer neuen Aufgabe, bei der sie anderen und sich selbst beweisen kann, dass nicht alles umsonst war – denn nicht allen kommt die Veränderung in Last Haven gelegen. Es gibt Widerstand gegen die junge Regierung. Aida und ihre Freunde müssen feststellen: Der Umbruch ist nicht beendet – sondern hat gerade erst begonnen.

 

 

 

Nachdem ich bereits mit dem ersten Band der "Last Haven"-Trilogie bei der Leserunde auf Lovelybooks.de mitmachen durfte, hatte ich nun wieder das Vergnügen Band 2 für die Autorin Lisbeth Jarosch zu lesen.

Um besser in die Geschichte rein zu kommen, könnt ihr unten nochmal die Rezension von Band 1 lesen.

Nachdem Aida, Romulus und ihre Freunde durch einen Aufstand die Regierung von Last Haven stürzen konnten, geht es nun um den Aufbau und die Festigung des neuen Systems. Es sollen keine Menschen mehr grundlos geopfert werden, nur um das Überleben gegen den Hungertod zu sichern. Aida ist der Ansicht, dass der drohende Hunger und die nahende Wasserknappheit auch ohne den Tod zu überwinden ist. Leider ist die Liga der Mutigen da anderer Ansicht.

Der Ehrenkodex von Last Haven besteht aus Kontrolle, Disziplin und Mut. Doch das sind drei Eigenschaften, die jeder für sich anders interpretieren kann. Denn die Liga der Mutigen sehen es als mutig an, seinem Leben ein Ende zu setzen, wenn man dem Land entbehrlich und nicht mehr von Nutzen ist. So wollen sie lieber, dass schwache Menschen sterben, damit die verbliebenen Ressourcen für die vermeintlich wichtigeren Personen übrig bleiben. Aber ist es wirklich mutiger sein Leben zu opfern, als ums Überleben zu kämpfen?

Aida selber hat noch stark mit ihrem Anschlag aus dem ersten Band zu kämpfen und fürchtet noch mehr Tote. Sie fühlt sich mit ihrer Schuld allein gelassen und kann nicht mal in die Beziehung zu Romulus flüchten. Ständige Streitereien stoßen Aida immer näher zum Abgrund. Bis sie endlich eine neue Aufgabe erhält. Sie wird zur Wächterin ausgebildet und soll den Kopf der Liga aufdecken. Dass sie dabei in höchster Gefahr schwebt, wird von ihr einfach ignoriert.

"Last Haven - Die Liga der Mutigen" zu lesen hat mir so viel Spaß gemacht, dass mir das Lesen vorkam, als wäre alles nach nur zwei Stunden schon wieder vorbei. Die Zeit verging wie im Flug. Ständig war ich auf der Hut, dass jeden Moment etwas schief laufen könnte oder ein neuer Anschlag auf Aida oder ihre Freunde verübt wird.

Einerseits ist Aida schlau und ein strategisches Genie und dann wiederum ein bockiges Kleinkind, das sich von allen verraten fühlt. Das hat mich ab und zu wirklich genervt. Sie kann eine Strategie entwickeln, wobei ein Land in wenigen Stunden fällt und eingenommen wird, aber ist nicht in der Lage klar zu äußern, was sie will und warum.

Speziell will ich auf die Beziehung mit Romulus hinaus. Aida ist genervt davon, dass der Arzt nichts über sich erzählen will und wie es wirklich in ihm aussieht. Selber aber belügt sie ihn und auch sich selbst im Hinblick auf ihre Gefühle. Es wäre so einfach zuzugeben, dass der Tod ihrer Freunde ihr zu schaffen macht, aber stattdessen blockt sie bei dem Thema ab. Das hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Ich hätte mir eine etwas tiefere Liebesbeziehung gewünscht.

Das Buch selber war wiedermal schön flüssig geschrieben und es gab keine Probleme der Geschichte zu folgen. Obwohl Band 1 schon etwas zurück liegt, kam ich sofort in die Geschichte rein. Immer wieder stand man unter Höchstspannung und hat nur auf die nächste Überraschung gewartet. Trotzdem war mir dann der "Krieg" ein wenig zu lasch. Es gab schon recht blutige Szenen, aber die Protagonistin ist mir zu glimpflich dadurch gekommen. Sie hat im ersten Band eine große Rolle bei dem Aufstand inne gehabt, aber beim Aufbau hat sie das nicht mehr. Ich denke, man hätte sie mehr in den Fokus der Liga stellen können.

Die Trilogie "Last Haven" ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen und freue mich schon auf Lisbeth Jarosch Finale!

 

Sie bekommt für das Finale ihrer Dystopie 4 von 5 Sternen!

 

Band 1: Last Haven - Tödliche Geheimnisse

Band 2: Last Haven - Die Liga der Mutigen

 

 

Quellen Klappentext und Cover:

www.thalia.de

 

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