Infilum

Die Kriegerin Rena lebt mit ihrer Familie in Rin, einer Militärstation, die den Menschen das Überleben sichern soll. Denn unter ihnen beherrschen die Infilum die Außenwelt. Menschen, die durch einen Virus verwandelt wurden und die Nichtinfizierten angreifen.

Niemand betritt die Außenwelt, bis Rena gezwungen wird, den Ursprung des Virus zu suchen.

 

"Es beginnt eine Jagd nach der Wahrheit, eine Flucht vor dem Tod und zeitgleich eine Reise, die alles verändern könnte."

(Zitat aus dem Klappentext)

 

 

Die Autorin Katrin R. Petzold hat mir die Ehre zuteilwerden lassen, ein Mitglied ihres Bloggerteams zu werden - und da bin ich! ;)

Als ich gehört habe, dass eine neue Dystopie auf dem Markt kommt, konnte ich natürlich nicht anders und musste mich gleich ins nächste Abenteuer stürzen.

In "Infilum" geht es um eine Zombie-Apokalypse ohne richtige Zombies. Ja richtig gelesen... Infilum kann man anfänglich leicht mit Zombies verwechseln, aber bis auf die Angriffe auf Menschen und das schwere Töten der Wesen haben sie nichts gemeinsam.

Zombies sind für gewöhnlich dumme und verwahrloste Menschen. Sie laufen bzw. schlürfen mit hängenden Gliedmaßen durch die Gegend. In den meisten Fällen fallen ihnen auch noch ein paar Hautfetzen vom Körper. Außerdem habe ich noch nie in einem Buch gelesen oder in einem Film gesehen, dass Zombies untereinander sprechen. Dass komische Grummeln und Stöhnen mal abgesehen. Ihr einziges Ziel: Menschen fressen.

Die Infilum dagegen sind intelligente Wesen. Sie arbeiten im Kollektiv und haben einen extremen Drang, die normalen Menschen anzugreifen. Im Laufe des Buches erkennt man erst einmal, was hinter den ansteckenden Infizierten steckt.

Das muss auch Rena feststellen. Denn der Colonel und Leiter von Rin zwingt Sergeant Rena Vegas auf eine totbringende Reise. Sie soll zur Forschung eines Heilmittels auf die Suche nach dem Ursprungsvirus gehen und damit die einzige Chance nutzen, das Leben einer geliebten Person zu retten. Also begibt sie sich mit neun weiteren Kriegern auf den extrem beschwerlichen Weg.

Die 28-jährige Rena Vegas ist eigentlich eine sehr loyale Persönlichkeit und macht ihrem Titel als Sergeant alle Ehre. Doch nach dem Vorfall, weswegen sie gezwungen ist, das Virus zu besorgen, nimmt ihre Loyalität rapide ab. Nachdem sie mehr und mehr über die Mitglieder ihres Teams erfährt, beginnt sie ihren Vorgesetzten zu hassen. Doch mit ihrem Team war der Anfang auch alles andere als leicht. Sie hatten Schwierigkeiten zueinander zu finden. Rena fehlt die Autorität für einen Sergeant. Bisher musste sie auch nie ein ganzes Team anführen.

Sergeant Vegas ist intelligent und eine absolute Taktikerin. Sie hat den absoluten Durchblick und man kann sich 100 % auf sie verlassen. Mit der Führungsposition muss sie sich allerdings erst anfreunden, da es anfänglich mächtig schief läuft. Aber nach der Zeit kann sie sich beweisen und ihrem Team ihr Können zeigen. Rena ist nach außen hin stark und unnahbar, aber innerlich sieht das ganz anders aus. Sie versucht sich nichts anmerken zu lassen, aber die Sorge um die Mission frisst sie fast auf.

Die Geschichte selber barg einige Überraschungen, besonders die Art der Infilum. Ich hatte immer die üblichen Zombies im Kopf und war dementsprechend immer mehr überrascht, wenn wieder Neuheiten über die Wesen bekannt wurden. Es ist mal etwas anderes als die klassischen Zombiegeschichten. Trotzdem hat es am Anfang auch daran gehakt, dass ich die beiden Bilder immer vereinen wollte, dabei darf man das überhaupt nicht! Stellt euch kein Bild vor bevor ihr anfangt zu lesen. Lasst die Infilum und natürlich auch die Geschichte auf euch wirken.

Auch das Ende birgt ein paar Überraschungen, auf die ihr euch freuen könnt. Aber seit gewarnt, ein Cliffhanger reißt euch aus dem Buch!

Ich persönlich mag das blutige Abenteuer von Katrin R. Petzold. Gelegentlich ist mir die Geschichte noch ein ganz wenig zu steif. Vielleicht fehlt mir auch ein wenig eine kleine Romanze rund um Sergeant Vegas. Das hätte die Story eventuell noch etwas aufgelockert und emotionaler gemacht. Also wer hier eine romantische und herzzerreißende Liebesgeschichte erwartet, ist eindeutig fehl am Platz.

"Infilum" ist aus der Sicht von Rena in der 3. Person geschrieben und leicht und flüssig zu lesen. Man kann sich gut in die Situation des Teams versetzen und mitbangen, dass die Infilum sie nicht erwischen. Es ist wirklich eine spannende und actionreiche Story, bei der man am liebsten mitkämpfen möchte, damit niemand vom Team zum Opfer wird.

Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es im zweiten Band weiter geht und hoffe auf ein schönes Happy End. Allerdings rechne ich damit, dass es weiterhin blutige Szenen geben wird und eine bestimmte Person sein Leben opfern muss! Ich freue mich auf die Fortsetzung!

 

Aus diesem Grund erhält die Autorin für Band 1 ihres ersten Werkes 4 von 5 Punkten!

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