Die Banner von Haven

Klappentext:

Eine Küstenregion in nicht allzu ferner Zukunft: Nach einer Reihe von apokalyptischen Stürmen ist auf den Ruinen eine neue Zivilisation entstanden. Die Menschen, nun in kleinen Gemeinschaften organisiert, erhalten symbolische Banner, mit denen sie sich das Privileg verdienen können, Nachwuchs zu haben. Enid ist eine junge Ermittlerin, die Zuwiderhandlungen gegen die herrschenden Regeln aufdeckt. Eines Tages soll sie in einem rätselhaften Todesfall ermitteln. In der Gesellschaft, deren strenge Regeln eine Folge der früheren Katastrophen sind, zeigen sich alsbald Risse, und Enid muss sich selbst fragen, für was sie wirklich stehen will.

 

 

Nachdem ich so lange auf das Exemplar "Die Banner von Haven" gewartet habe, war ich etwas überrascht über die Handlungen des Buches. Ich kann nicht genau sagen, was ich erwartet habe, aber mit einer klassischen Dystopie habe ich schon gerechnet. Klassische Dystopie im Sinne von Enid, die Ermittlerin, erkennt die falschen Regeln der Regierung und stürzt diese. Jedoch war die Geschichte ein Krimi im dystopischen Stil. Bis auf den Neuaufbau der Orte und Neuorganisierung der Führung hat es nicht viel von einer Dystopie.

In der Geschichte geht es um die Ermittlerin Enid, die die Regeln und Ordnung der Region bewahren, die Verstöße aufdecken und die Bürger disziplinieren soll. Dazu hat sie die Macht über ein Haushalt, in dem Menschen sich zusammen getan haben, oder auch über ein ganzes Dorf eine Bannersperre auszusprechen.

In der Küstenregion ist es nicht erlaubt ein Kind zu gebären ohne Erlaubnis der Regierung. Es muss erst gewährleistet sein, dass der Zusammenschluss des Haushaltes hart genug gearbeitet hat, um einen weiteren Mitbewohner ernähren zu können. Sollten sie es geschafft haben, erhalten sie ein rotes Banner und damit die Erlaubnis ein Kind zu bekommen.

Aus diesem Grund werden Ermittler im ganzen Land gefürchtet. Sie decken jedes noch so kleines Vergehen auf. Auch wenn ein Feld bestellt wird, das eigentlich für dieses Jahr ruhen sollte. Es dient zum Schutz der Erde und somit auch den Menschen. Ist ein Feld zu sehr bewirtschaftet worden, trägt es bald keine Früchte mehr und ist nutzlos.

Als Enid mit ihrem Partner und alten Freund Thomas in einen Nachbarort gerufen werden, muss sie ihren ersten Todesfall untersuchen. Doch sie hat nicht damit gerechnet mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden, denn ihre ehemalige Jugendliebe Daks ist ein Teil des Falls.

Nun beginnt ein Kapitelwechsel zwischen dem aktuellen Mordfall und ihrem Abenteuer mit Daks unterwegs durch die Küstenregion. Ich persönlich mag diesen Wechsel der Zeiten nicht. Immer wenn es gerade in einem Kapitel spannend wird, wird man durch den Sprung in die Vergangenheit rausgezerrt und muss sich die Liebeleien der Jugendlichen durchlesen. Dabei gibt es kaum ein Zusammenhang zwischen den beiden Geschichten. Mir kommt es eher wie ein Lückenfüller vor.

Es war schon interessant wie ein Ermittler ohne jeglichen technischen Schnickschnack ein Mordfall aufklärt, allerdings hat sich die Geschichte gezogen und war recht trocken formuliert. Nachdem ich mich auf eine spannende Dystopie gefreut habe, wurde ich wegen einem weniger dramatischen Krimi enttäuscht. Die Banner von Haven hatten so viel Potenzial für eine aufregende klassische Dystopie, doch leider wurde diese nicht genutzt. Klar, es ist mal was anderes, aber auch einen dystopischen Krimi hätte man etwas aufbauschen können um die Leser zu fesseln.

Allem in allem will ich die Geschichte nicht schlecht reden, nur leider hat sie meinen Geschmack definitiv nicht getroffen. Vielleicht sollte jemand das Buch lesen, der auch gerne mal Krimis verschlingt.

 

Mich hat die Geschichte bedauernder weise nicht überzeugt, deswegen erhält "Die Banner von Haven" nur 2 von 5 Sternen!

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