Brink of Insanity - Am Rande des Wahnsinns

08.07.2018

Während eine Epidemie die Menschheit befällt und diese zu Ungeheuern macht, bricht die Welt zusammen. Doch statt sich unterkriegen zu lassen, kämpfen die Studenten und zwei ausgebildete Soldaten um ihr Überleben. Es beginnt eine Apokalypse, die nicht nur Deutschland beherrscht, sondern bald auch die ganze Erde.

Werden sie überleben und die Ursache der Epidemie herausfinden?

 

 

Dank der Autorin Elena Bork habe ich das Rezensionsexemplar bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen.

Nachdem der Titel "Brink of Insanity - Am Rande des Wahnsinns" und das selbstgestaltete Titelbild wirklich vielversprechend waren, bin ich mit recht hohen Erwartungen an die Sache ran gegangen. Leider waren meine Erwartungen an eine doch noch "frische" Selfpublisherin etwas zu hoch gesteckt.

Da Elena ihr Buch selbst zum Druck gegeben hat, fange ich ausnahmsweise mal mit der Buchbeschreibung an. Bei ihrem ersten Werk handelt es sich um ein Taschenbuch, das nicht der Normgröße entspricht. Es liegt recht breit in der Hand und ist flach. Doch von der Tiefe sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die Seiten wurden komplett ausgenutzt und mit kleiner Schrift beschrieben. Zwischendurch blitzen ein paar gemalte Bilder zur Veranschaulichung durch. Es ist wie eine Andeutung eines Comics und sehr schön für die eigene Vorstellung.

Elenas Gabe zum Zeichnen hat sie auch in ihrem Titelbild zur Schau gestellt. Obwohl das Titelbild so gut wie komplett schwarz ist, hat sie es geschafft, die düstere Stimmung und den Zerfall der Welt auf einen Blick erkenntlich zu machen. Das hat auch ein Großteil dazu beigetragen, dass ich mir dieses Buch gewünscht habe.

Auch die Inhaltsangabe hat mich wirklich angesprochen, da ich gerne apokalyptische Geschichten lese. Meistens liest man Bücher, bei denen die Apokalypse bereits im vollen Gange ist und man kurz vor dem entscheidenden Ende der Zombiewelt steht. Aber nicht so bei "Brink of Insanity." Hier beginnt die Epidemie ohne Vorwarnung und komische Wesen stürmen in den Hörsaal der Studentin Gaya. Ab dem Zeitpunkt geht alles den Bach runter. Also mal die ganze Geschichte von Beginn an erzählt.

Leider macht das alles den schlecht gewählten Schreibstil nicht wett. Es tauchten so viele Fehler in dem Buch auf, dass ich das erste Mal beim Lesen ein Notizbuch danebenlegen musste, damit ich beim rezensieren nichts vergesse. Einmal davon abgesehen, dass viele grammatikalische Fehler zu finden sind, werden sehr oft Wörter wiederholt und schlechte Satzanfänge gewählt. Nicht selten kam es vor, dass 4, 5 oder mehr Sätze hintereinander mit "Sie/Er" anfingen. Dadurch hatte man eher das Gefühl in einer Aufzählung von Ereignissen zu stecken, als in einer spannenden Endzeit-Geschichte.

Die Autorin hat leider auch in meinen Augen den Fehler gemacht, dass sie über alle Personen gleichzeitig geschrieben hat. Dadurch ist sie teilweise in einem Absatz von Person A nach Person B gesprungen und ich als Leser habe den Überblick verloren, wer denn gerade, was sagt bzw. denkt. Es wäre übersichtlicher und auch einfacher geworden, wenn sie zum Beispiel in einem Kapitel immer nur eine Hauptperson genommen hätte und im nächsten eine andere Person. So bekommt man von jedem Protagonisten einen Einblick und der Leser kommt nicht so schnell durcheinander.

Die Geschichte selber hat auch einige Fragen aufgeworfen. ACHTUNG SPOILERGEFAHR!

Bevor die Ungeheuer in den Hörsaal von Gaya stürmten, hat sie sich eine Apokalypse vorgestellt, wodurch die Menschheit gezwungen ist sich grundlegend zu verändern und welche positiven Aspekte das alles mit sich bringen würde. Und dann ZACK: fiese Biester stehen um sie herum und zerfleischen ihre Mitstudenten. Aber das ist nicht einmal das merkwürdigste... Während Monster um sie herum alles zerstören und töten, steht sie dort völlig unbekümmert herum und freut sich, dass die Welt zusammen bricht. Erst wo fast alle tot oder geflohen sind, fällt Gaya auf, dass auch sie sich langsam mal auf dem Weg machen sollte. Meine Frage ist jetzt: "Warum zur Hölle macht sie das?! Wieso nimmt sie nicht ihre Beine in die Hand und verschwindet sofort?!" Es gab noch viele solcher Momente, wo ich mich gefragt habe, warum, wieso und weshalb, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Ich will das Buch von Elena Bork nicht wie die Monster zerfleischen. Zwar habe ich mich nach 111 Seiten endlich entschieden das Buch abzubrechen und es nicht noch schlimmer zu machen, trotzdem gibt es noch Hoffnung. Die Autorin hat sich entschieden mit einem Verlag zusammen zu arbeiten und wesentliche Fehler auszumerzen. Ich bin mir sicher, dass bei einer neuen Auflage vieles behoben sein wird und dass andere Leser dann weitaus mehr Spaß haben werden wie ich. Wer weiß, vielleicht hole ich es mir dann nochmal und versuche mein Glück erneut? Wir werden sehen!

Für mich hätte es weniger detaillierter sein können um die Geschichte nicht zu weit auszuholen und dem Leser noch ein wenig Fantasie zu lassen, aber dem Einen kann es wesentlich besser gefallen als mir. Ich bin daher leider überhaupt nicht überzeugt.

 

Das bedeutet leider auch in Punkten nur 1 von 5 Sternen! Es tut mir leid! :(

 

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