Last Haven - Tödliche Geheimnisse

Um in einer Welt voller Krieg und Hungersnot zu überleben, wurde das Land Last Haven gegründet. Ein System in dem jeder Bewohner einen Zweck zu dienen hat und seiner Arbeit ordnungsgemäß nachgehen muss. Doch was passiert, wenn man alt oder krank wird? Das muss die 18-jährige Aida am eigenen Leib erfahren, als sie bei einem Arbeitsunfall verletzt wird und unbrauchbar wird. Nur ein Intelligenztest kann ihr zu neuer Arbeit verhelfen. Schafft sie es im Ministerium unter den klügsten Menschen Last Havens ihren Boss zu überzeugen und einen neuen Platz in der Gesellschaft zu erhalten? Und was verbirgt sich hinter dem so angeblich perfekten System?

 

 

Last Haven - Tödliche Geheimnisse ist mein ersten Buch, dass ich durch eine Leserunde bei Lovelybooks direkt vom Verlag erhalten habe. Als ich durch Zufall auf das Buch gestoßen bin und mir den Klappentext durch gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme und musste mich unbedingt darauf bewerben. Zum Glück hab ich gewonnen!

Da es durch seinen dystopischen Inhalt natürlich perfekt zu meinen Lieblingsgenre gehört, habe ich mich umso mehr über den Erhalt gefreut.

Wie in der Inhaltsangabe kurz angeschnitten, geht es um das Land Last Haven. Es wurde von den klügsten Menschen der Welt gegründet, in einer Zeit als die Menschen drohten sich gegenseitig zu vernichten. Umgeben von dicken Mauern kämpft das Land auch nach 200 Jahren immer noch gegen die Menschen außerhalb an. Doch auch im Innern ist nicht alles so toll wie es scheint.

Last Haven besteht aus vier Ringen von Ring A - D. Der äußere Ring D ist für die Landwirtschaft und die Lebensmittelversorgung zuständig. Ring C für die Produktion, Ring B ist das Verwaltungszentrum und Ring A ist der innere Kreis, also der Regierungsbezirk. In den Ringen werden Kinder mit 8 Jahren an die Arbeit geführt und müssen diese bis zur Rente täglich ausüben.

Aida stammt aus Ring C und lebt seit ihrem Arbeitsbeginn bei dem Unternehmen Techraid. Als sie bei ihrer Arbeit ausrutscht und ihre Hand bricht wird sie im MediOffice geheilt, darf aber ihre Arbeit nicht mehr nachgehen. Der Sturz hat einen nichtreparablen Schaden an ihrer Hand verursacht und somit ist sie für handwerkliche Aufgaben nicht mehr zu gebrauchen.

Im MediOffice muss sie einen psychischen Test und ein Intelligenztest machen um weitere Möglichkeiten für Sie zu ermitteln. Ihr Arzt gibt ihr heimlich ein Mittel zur Aufputschung ihrer Aufmerksamkeit um den IQ-Test zu bestehen, doch auch das hilft nicht und Dr. Romulus Henderson fälscht das Ergebnis. So gelangt sie ins Ministerium.

Aida war immer ein eher ruhiger Mensch und mit dem System zu frieden. Doch als sie unter enormen Druck im Ministerium steht, benötigt sie das Beruhigungsmittel Mentalin. Trotz stundenlangem Lernen mit ihren Freunden Benjamin und Ivy, hält sie dem Druck nicht länger stand. Als sie sich heimlich das Codearmband von einer Schauspielerin stiehlt, bricht sie in das geheime Labor des Ministeriums ein und erfährt Dinge, die ihre ganze Ansicht verändert. Nun schwebt sie in Lebensgefahr, sofern sie ihre Probephase nicht besteht.

Lange Rede, kurzer Sinn - Das Buch steckt wie der Titel verrät voller Geheimnisse. Ein System, das von Grund auf, auf Lügen gegründet wurde. Aber das hat ein dystopischer Roman ja in der Regel so an sich.

Die Geschichte ist sehr durchdacht und recht politisch. Auch wenn Aida mit Politik nichts am Hut hat, wird sie in die politischen Machenschaften mit herein gezogen. Dadurch birgt das Buch sehr viele Details zu Beginn und kann einen schon fast erschlagen. Hat man jedoch die ersten Kapitel durch, kann man sich voll und ganz auf Aida einstellen und mit ihr leiden. Ihre neuen Kollegen machen es ihr nicht leicht sich dort ein Zuhause aufzubauen und durch das hohe Durschnitts-IQ fühlt sie sich minderwertig und unzureichend. Ich glaube, in diese Situation kann sich fast jeder versetzen, da bestimmt jeder mal eine Situation hatte in der man nicht voran kam und ein Thema nicht versteht. Das macht Aida auch so charismatisch.

Auch der Aufbau des Landes ist durchdacht und ziemlich erschreckend.

Die Autorin Lisbeth Jarosch hat einen flüssigen Schreibstil aus der Ich-Perspektive gewählt. Das ermöglicht einen wieder mal dem ganzen besser zu folgen und sich mehr als Aida zu fühlen. Sie hat ein recht offenes Ende gewählt, dass auf einen zweiten Teil hoffen lässt. Ich würde mich zumindest sehr darüber freuen!

 

Last Haven erhält von mir 4 von 5 Sternen!

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17.11.2019

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