The Blinds - Es ist ein Spiel. Also Spiel!

Riley ist ein Mädchen aus den Randbezirken und hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Um ihren Traum zu erfüllen, nimmt sie an den Blinds im Zentrum teil. Ein Wettbewerb um die Geheimnisse der Menschen. Dabei unterstützt und leitet sie ihr Coach Duke. Langsam vertraut Riley ihm seine Geheimnisse an und Duke erfährt, dass weit mehr hinter ihrer Teilnahme bei den Blinds steckt als gedacht...

 

Der dystopische Roman behandelt Geheimnisse um Geheimnisse. Nicht nur, dass das Spiel The Blinds die Geheimnisse der Teilnehmer entlocken soll, sondern auch dem Leser werden Geheimnisse verborgen. Zu einem kann diese Geheimnistuerei spannend und aufregend sein, verhindert aber, dass man sofort in die Welt von Riley eintauchen kann.

Gleich zu Beginn wird ein kleiner Teil ihres Lebens in den Randbezirken beschrieben, in dem sie um einen schwerkranken Mann bangt. Doch wer dieser Mann ist, wird erst sehr spät bekannt gegeben und dann auch nur bruchstückartig. Obwohl er die größte Rolle in Rileys Leben spielt.

Das Geheimnis hat mich zwar sehr neugierig gemacht und mich rätseln lassen in welcher Verbindung sie zueinander stehen, aber es hat mir auch einen schweren Einstieg beschafft. Da ich der Geschichte erst nicht richtig folgen konnte und auch dem Sinn hinter dem Spiel nicht verstehen konnte. Versteht mich nicht falsch, das Buch ist nicht schlecht, aber für Menschen ohne Geduld nicht wirklich gut geeignet.

Leider hat mich auch der Schreibstil nicht überzeugt. Obwohl meine geliebte Ich-Perspektive benutzt wurde, war es nicht leicht dem Buch zu folgen. Die Sätze waren oft abgehackt und man hatte das Gefühl, die Sätze sind nur eine Aneinanderreihung von verschiedenen Abläufen. Dadurch sind auch die Emotionen von Riley zu kurz beschrieben worden und kamen eher gefühllos und anteilnahmslos rüber. Nur gelegentlich konnte ich als Leser so fühlen wie die Protagonistin.

In The Blinds von Emma Marten geht es um eine Gesellschaft, die dem Film "IN TIME" entfernt ähnelt. Es gibt das Zentrum in dem die Reichen und Schönen leben und dort alles perfekt ist und sich niemand um Geld und Lebensmittel sorgen muss. Neben dem Zentrum gelangt man in die Randbezirke, wo schon ganze andere Bedingungen herrschen. Hier leben Menschen die um eine Wohnung, Geld, Arbeit und vor allem Lebensmittel kämpfen müssen. Dort herrscht das Gesetz des Stärkeren, die von Gangs noch verschlimmert werden. Noch weiter draußen sind die Slums, wo es Menschen hin verschlägt die nichts mehr haben und nur von Tag zu Tag leben.

Alle außerhalb des Zentrums leben in der Gefahr von der tödlichen Krankheit COS befallen zu werden. Eine Krankheit, die zwar nicht ansteckend ist, aber einem jungen Menschen spätestens bis zum 26. Lebensjahr das Leben nimmt. Woher dieser Gendefekt stammt, weiß angeblich keiner. Rileys geheimnisvolle Person zu Beginn der Geschichte ist von der Krankheit betroffen und kämpft um seine letzten Wochen.

Der Auftakt der The Blinds-Reihe ist für geduldige Menschen und Geheimniskrämer ein guter aber noch ausbaufähiger Roman.

Daher gebe ich Emma Marten für ihr Werk 3 von 5 Sternen!

 

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